Archivfotos des Monats des Jahres 2012

Archivfoto des Monats Dezember 2012

Neulesum: Rotdornallee in Höhe "Peenemünder Straße", Blickrichtung Norden, Aufnahmedatum unklar - lt. Archivaufzeichnungen aus dem Winter 1953
(c) Bild-Archiv des HVL, No. Lesum00392
(Fotos bitte anklicken zum Vergrößern)

Dieses Foto (wie auch die nachfolgenden) datiert aus der Zeit der Entstehung des Neubaugebietes "Heisterbusch", das ab den späten 1950er Jahren eine erhebliche Ausweitung des Lesumer Siedlungsgebietes nach Norden und einen starken Anstieg der Einwohnerzahlen mit sich brachte.
In den Ladengeschäften auf der rechten Straßenseite befinden sich heute der Filialbäcker Meyer Mönchhof, der Salon Ahlhorn und die Lesumer Schneiderei.

Hinweis: Da der Bau der Wohnsiedlung mit dem ersten Bauabschnitt erst 1958 begann, stammen die Fotos vermutlich tatsächlich aus den frühen 1960er Jahren, wer zur Aufklärung beitragen kann, möge bitte das Bildarchiv kontaktieren!)

Eine aktuelle Aufnahme (Dezember 2012)  aus annähernd der selben Perspektive bei fast gleichem Wetter :-).

Hier der Blick auf die andere (westliche) Straßenseite der Rotdornallee, in Höhe der Straße Freesenkamp ...

  ... und der gleiche Ort im Dezember 2012.

Wenige hundert Meter weiter nördlich, jenseits von Friedehorst die Abzweigung zur Wohnstraße "Am Meisenacker"  ... 

  ... und der gleiche Straßenzug im Dezember 2012. Erkennbar haben viele Veränderungen an den Gebäuden stattgefunden, und auch das Umfeld hat sich deutlich entwickelt. Das damals fast vegetationsfreien Quartier ist mittlerweile durchgrünt und auch viele Nebenanlagen sind erstellt worden.  .

Eindrücke aus der Straße "Im Heisterbusch", an der Abzweigung von "Vor dem Heisterbusch".

  ... und zum Vergleich eine aktuelle Aufnahme.

Zum Standort dieser Gebäude haben wir dankenswerter Weise einen Hinweis von Herrn Broocks aus St. Magnus erhalten: "Das Foto zeigt m. E. die Reihenhauszeile im Bereich der Straße "Vor dem Heisterbusch" oberhalb der Einmündung der Straße "Im Heisterbusch" in Richtung Bördestraße gesehen. Man erkennt am linken unteren Bildrand das noch heute dort stehende Gebäude, welches nach einem Brandschaden derzeit ungenutzt ist."

 

Wie das aktuelle Foto beweist, handelt es sich tatsächlich um den von Herrn Broocks benannten Standort. Die drei Reihenhäuser vorne rechts am Bildrand existierten damals noch nicht.

Unmittelbar vor den (bzw. rechts der) beiden leicht versetzt angeordneten Reihenhauszeilen (hier noch einmal eine Nahaufnahme) befindet sich heute der Durchgang zur Kindertagesstätte der St.-Martini-Gemeinde.

Archivfoto des Monats November 2012

Luftaufnahme ("Vogelschau") des Lesumer Ortskerns von Südwesten ausgesehen, vermutlich aus dem Jahr 1925.
Die Abbildung stammt aus der "Festschrift zur 150. Wiederkehr des Tages der Einweihung der jetzigen St. Martini Kirche zu Lesum" aus dem Jahr 1929 von Pastor Ernst Kobus

(c) Bild-Archiv des HVL, No. Lesum00225
(Fotos bitte anklicken zum Vergrößern)

Im Vordergrund ist der heutige Straßenzug "An der Lesumer Kirche" zu erkennen, links hinter der Kirche das - von der Hindenburgstraße gesehen - hinter dem Polizeihaus (damals Amtsgericht) gelegene, 1915-17 erbaute Gefängnis. Links daneben steht das heutige Heimathaus des Heimatvereins aus dem Jahr 1872.
Im Hintergrund der neue Lesumer Friedhof, der damals den Siedlungsbereich Lesums begrenzte. Links oben am Bildrand die Bördestraße und rechts oben der Bereich Halmstraße stellen sich noch sehr locker bebaut, ländlich strukturiert dar.

Auf dieser Aufnahme ist etwa mittig zwischen Kirche und Mönchshofschule noch das bäuerliche Anwesen von Krudops zu sehen, das der heutigen Straße "Krudopsberg" seinen Namen gab und schon drei Jahre später Lesumer Geschichte sein sollte.

Dem aufmerksamen Betrachter werden sofort zwei irritierende Bildelemente auffallen: Sowohl der Kirchturm als auch die Mönchshofschule (rechts im Bild) sind erkennbar nachbearbeitet und herausgestellt worden. Der Kirchturm ist deutlich länger und spitzer zulaufend als tatsächlich, die Mönchshofschule ist künstlich von der umgebenden Vegetation "freigestellt" worden. Das Schulgebäude "erstrahlt" regelrecht und stellt sich als prägendes Bauwerk der Ansicht dar; zudem sind der Baukörper und vor allem das Dach weniger geliedert als in der Realität.

Eine im Bildarchiv des Heimatvereins als Ausschnitt vorliegende Version des Ursprungsfotos macht den Unterschied bei der Mönchshofschule deutlich (bitte anklicken zum Vergrößern).

Archivfoto des Monats Oktober 2012

Blick vom Lesumer Kirchturm auf die Mönchhofschule und den damals noch weitgehend unbebauten Bereich Krudopsberg / Lesumer Brink. Im Hintergrund die kurz zuvor entstandene Halmsiedlung
(Aufnahme lt. Archivaufzeichnungen von 1964,
allerdings gibt es Hinweise, dass das Foto angesichts der Bebauungssituation möglicherweise früher entstanden ist - wer zur Klärung beitragen kann, möge bitte das Bildarchiv kontaktieren!).

(c) Bild-Archiv des HVL, No. Lesum00261
(Fotos bitte anklicken zum Vergrößern)

Das weiße Haus im Zentrum und das reetgedeckte Haus rechts existieren heute noch. Im Foto vom Oktober 2012 (unten) ist das ehemals weiße Haus links zu sehen, das reetgedeckte Haus aus dem Jahr 1800 am äußersten rechten Bildrand.

Hier beide Gebäude noch einmal im Einzelfoto.

Sie befinden sich inzwischen inmitten eines recht dicht bebauten Wohngebietes, umgeben von Mehrfamilien- und Reihenhäusern.

Archivfoto des Monats September 2012

Hof Blendermann an der Hindenburgstraße, aufgenommen von SW aus Richtung der Gleisstrecke nach Vegesack (hier die Stall- und Hofseite des Bauernhauses in einer Aufnahme von 1965)
(Foto bitte anklicken zum Vergrößern)
(c) Bild-Archiv des HVL, No. Lesum00074

Die Hofstelle Blendermann ist in den 1960er Jahren zu einem Mehrfamilien-Wohnhaus umgebaut worden; ihr landwirtschaftlicher Ursprung lässt sich aber auch heute noch unschwer erkennen (Foto links nach dem Umbau 1967, bitte anklicken zum Vergrößern). Zur Hofstelle gehörte eine 1961 abgerissene Wassermühle, die sog. Blendermann'sche Mühle. Sie wurde über einen Mühlteich gespeist, der seinen Zulauf über die Ihle erhielt. Relikte des Mühlenteichs befinden sich südlich der Hindenburgstraße und sind heute in öffentliche Grünflächen eingebunden.
Die Blendermannsche Mühle ist übrigens auch auf dem Wandbild der Volksbank abgebildet, dessen Vorlage vom 1996 verstorbenen Lesumer Arzt und Hobbymaler Dr. H. Giesenbauer stammt.
(Quelle:  W. Hoins (2009): Ein Bildband von Burglesum einst und jetzt)

Das nebenstehende Foto zeigt das Gebäude Hindenburgstraße 2 im September 2012. Neben mehreren Wohnungen befindet sich dort derzeit eine psychotherapeutische Praxis.

Standort des Fotos

Archivfoto des Monats August 2012

Blick vom Lesumer Marktplatz zur Lesumer St. Martini Kirche und zum Gasthof Stadt Hannover (Foto anklicken zum Vergrößern)
(c) Bild-Archiv des HVL, No. Lesum00240

Das "Ortsbild prägende" - wie man es heute in solchen Fällen formuliert - únd traditionsreiche Hotel Stadt Hannover (hier in einer Aufnahme im Frühjahr 1957) ist kurze Zeit später abgebrochen worden und zum Anfang der 1960er Jahre entstand an dieser Stelle das Gemeindehaus der evangel. St.-Martini-Gemeinde.
Das Gebäude ist im Jahr 1853 durch J. Wischhusen erbaut worden, zuvor stand auf diesem Anwesen ein bäuerliches Fachwerkhaus mit Strohdach.
(Quelle:  W. Hoins (2009): Ein Bildband von Burglesum einst und jetzt)

Dieses Foto verdeutlicht die Lage des Hotels, links das "Hincke-Haus", in dem sich heute u.a. das Restaurant "Renoir" befindet.
(Foto anklicken zum Vergrößern)

Standort des Fotos

Archivfoto des Monats Juli 2012

Eisenbahnunterführung an der Hindenburgstraße ("Nadelöhr"),
Aufnahme aus dem Sommer 1965,
Blickrichtung von Westen, vom Ortskern Lesum kommend 

(c) Bild-Archiv des HVL, No. Lesum00317

 

Weshalb diese Unterführung der Eisenbahnstrecke Richtung Vegesack "Nadelöhr" genannt wurde, lässt sich leicht nachvollziehen: Für den stetig anwachsenden motorisierten Verkehr wurde dieser Engpass in der Nachkriegszeit in zunehmendem Maße zum Problem.
Wenige Monate nach dieser Aufnahme begannen daher auch die aufwendigen Umbauarbeiten an der Unterführung, um diese zweispurig mit Fußgängerweg herzurichten.
(Foto anklicken zum Vergrößern)

Diese Aufnahme zeigt die Situation im Frühjahr 1966 im Zuge der Umbauarbeiten an der Unterführung, allerdings von der gegenüberliegenden Seite (Blick von Osten). Im Vordergrund rechts das Wohnhaus von A. Wencke, noch mit Veranda.
(Foto anklicken zum Vergrößern)

Im Sommer 1966 sind die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen und der heutige Zustand ist annähernd hergestellt. Die Veranda des Wohnhauses von A. Wencke (siehe auch Foto des Monats Februar 2012) musste dem zweispurigen Straßenausbau weichen.
(Foto anklicken zum Vergrößern)

Standort des Fotos

Archivfoto des Monats Juni 2012

Straßenecke Oberreihe/Hindenburgstraße (heutiger Standort der Sparkasse,
Aufnahme ca. 1965)

(c) Bild-Archiv des HVL, No. Lesum00287

 

Nur noch der Straßenverlauf erlaubt dem heutigen Betrachter die räumliche Einordnung dieses Fotos. Nur wenige Jahre später allerdings war mehr oder weniger die heutige Situation hergestellt: Die Gaststätte "Deutsches Haus" mit dem weitbekannten Erkennungsslogan "EiEi ... - und Du fährst vorbei?"  wurde genauso abgebrochen und 1971 durch das dort heute befindliche Wohn- und Geschäftshaus ersetzt, wie das im Vordergrund zu sehende Gebäude, in dem sich ein Textilwarengeschäft befand. Bereits im Jahr 1966 entstand an dieser Stelle das Sparkassen-Gebäude, das nach nicht einmal fünf Jahrzehnten im kommenden Jahr ebenfalls dem Abrissbagger zum Opfer fallen wird.

Standort des Fotos

Archivfoto des Monats Mai 2012

Blick vom etwa 30 m hohen Kran der Baustelle des Sparkassen-Neubaus an der Hindenburgstraße über den Lesumer Ortskern und die Lesum bis weit über Burg hinaus (Aufnahme vom 30. April 2012)
c) Bild-Archiv des HVL, noch nicht nummeriert

 

Selbstverständlich gehört zu einem Bildarchiv auch die stete Dokumentation der jeweils aktuellen Situation und der baulichen Veränderungen. Der Baukran unmittelbar im Lesumer Zentrum bietet somit die einmalige Möglichkeit, einer Aufnahme des Ortskern aus einer ganz besonderen Perspektive, mit der St.-Martini-Kirche auf "Augenhöhe". Im Vordergrund ist das Dach des bisherigen, 1968 erbauten Sparkassengebäudes zu sehen. An der Lesum sehen wir den 2011/2012 fertig gestellten neuen Geschosswohnungskomplex in Burg an der Lesumbroker Landstraße.

Standort des Fotos

Archivfoto des Monats April 2012

Blick von der Fußgängerbrücke über den noch nicht zur Autobahn  ausgebauten Lesumer Schnellweg zur Wohnanlage "Halmsiedlung" (links) und zur Großwohnanlage Marßeler Feld (Mitte, am Horizont)
(c) Bild-Archiv des HVL, No. Lesum00109

 

Die von der BREBAU erbaute Wohnanlage Halmsiedlung wurde im Jahr 1958 fertiggestellt; sie besteht also nunmehr seit mehr als einem halben Jahrhundert. Erst fünf Jahre später wurde mit dem Bau der Großwohnanlage Marßeler Feld durch BREBAU und GEWOBA begonnen.
5 Jahrzehnte später (unten) ist nicht nur die Böschungsvegetation beachtlich gewachsen; aus dem beschaulichen Schnellweg ist mittlerweile eine vierspurige Autobahn mit Auf- und Abfahrten geworden.

Standort des Fotos

Archivfoto des Monats März 2012

Unser Lesumer Marktplatz, damals noch als Parkplatz genutzt, mit dem
Krudopsberg und dem damaligen Haus der Familie d'Oleire (heute Modeboutique Tim Christine) in einer Aufnahme aus dem Jahr 1964
(c) Bild-Archiv des HVL, No. Lesum00070

 

Das sog. Marktprivileg gestattete der Gemeinde Lesum im Jahr 1790 jährlich zwei "Kram-, Vieh- und Pferdemärkte" - einen am 1. Mai, einen im August. Über die Jahrzehnte und Jahrhunderte veränderten sich die Ansprüche der Menschen in Lesum und damit auch die Nutzung des Marktplatzes.
1873 wurde im Gedenken an den deutsch-französischen Krieg die dort noch heute befindliche "Friedenseiche" gepflanzt. Zwischen 1933 und 1945 nutzten nationale Wehrsportgruppen den in dieser Zeit in Adolf-Hitler-Platz umbenannten Marktplatz für ihre Aufmärsche.
Nach 1945 wurde - wie auch unser ausgewähltes Foto zeigt - dem zunehmenden motorisierten Verkehr durch die Einrichtung eines Parkplatzes Rechnung getragen. Einen regelmäßigen Wochenmarkt gibt es auf dem Lesumer Marktplatz erst seit 1993, obwohl dieser Wunsch in der nunmehr mehr als zweihundertjährigen Geschichte des Platzes immer wieder vorgetragen wurde. Interessanter Weise ist auch auf dem Google-Luftbild (unten) der Wochenmarkt zu erkennen - es ist also offenbar an einem Freitag Vormittag aufgenommen worden.
(Quelle:  A. & G. Schmolze (1985): An der Lesum. Alte Bilder aus Lesum und St. Magnus, Burg, Marßel, Burgdamm)

Standort des Fotos

Archivfoto des Monats Februar 2012

Fabrikhof der Seifenfabrik Wencke an der Hindenburgstraße (Frühjahr 1975) -
das Familienunternehmen besteht in diesem Jahr seit 100 Jahren!
(c) Bild-Archiv des HVL, No. Lesum00010

Zwischen 1916 und 1972 war die von August Wencke sen. zunächst in Aumund übernommene Seifenfabrik in Lesum an der Hindenburgstraße ansässig. Die einstigen Betriebsgebäude und die Kochereianlage mit dem 100 m hohen Schornstein wurden Ende der 1980er Jahre abgerissen bzw. gesprengt, ebenso das direkt an der Bahnunterführung befindliche Wohnhaus von A. Wencke. In vierter Generation produziert und vertreibt das Unternehmen heute im hinteren Grundstücksbereich technische Reinigungsprodukte für Großverbraucher; Teile des im Bild dargestellten Gebäudes existieren noch heute. Im vorderen Bereich des einstigen Wencke-Anwesens, am Standort des Wencke-Wohnhauses, befindet sich inzwischen der Hol Ab-Getränkemarkt.
(Quelle: W. Hoins (2009); Ein Bildband von Burglesum einst und jetzt)

Standort des Fotos