Der HVL-Kalender 2018

Der HVL-Heimatkalender 2018 ist ab Ende Oktober erhältlich!
Verkaufsstellen: Heimathaus (Di. 15-17h), Papier & mehr (Hindenburgstraße 46), Lesumer Lesezeit (Hindenburgstraße 57), Buchhandlung Seitenweise (Hindenburgstraße 9)

Wie schon bei den HVL-Heimatkalendern 2015 und 2017 möchten wir auch beim aktuellen Heimatkalender 2018 die Gelegenheit nutzen, Ihnen weitergehende Informationen zu den dargestellten Objekten anzubieten.

Außerdem können Sie auf einer digitalen Karte die genaue Lage der Motive nachvollziehen. Hier geht es zur Übersichtskarte!

(Eine Sicherungskopie des 2015er Jubiläumskalenders finden Sie hier)

Titelbild Heimatkalender 2018: Frauenbüste „An der Lesumer Kirche“
Foto: R. Dohr

Diese jüngst farblich aufgefrischte, dem damaligen Stile der Zeit entsprechende Gipsbüste prangt seit jeher am Giebel des 1906 erbauten Hauses An der Lesumer Kirche 18, an der Einmündung zum Deichweg/Leeseweg.
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Januar 2018: Einfahrtstor „Auf dem Pasch“

Foto: Ostendorff

Nicht nur bei winterlicher Witterung bildet dieses Tor an der Einfahrt zum Grundstück Auf dem Pasch 44 einen hübschen Blickfang.
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Februar 2018: Detail des Gräfin-Emma-Denkmals
Foto: Dohr

Erst seit 2009 befindet sich die Statue der mildtätigen Gräfin Emma von Lesum (ca. 975/980- 1038) am Lesumer Markt, die nach ihrem Tod als Heilige verehrt wurde. Sie gilt als die erste namentlich nachweisbare Bremerin. Die Bronzeskulptur der Künstlerin Christa Baumgärtel wurde im Auftrag des Heimatvereins gefertigt und durch Spenden
finanziert.
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März 2018: Wappensteine an der Grambker Kirche
Foto: Kück / Montage: Dohr

Die Wappen der beiden vom Senat zum Bau der Grambker Kirche 1722 beauftragten Visitoren Werner Köhne (links) und Heinrich Meyer (rechts) – beides Bremer Bürgermeister – befinden sich über den Seiteneingangstüren an der Südseite der Kirche. Visitoren sind mit einer Aufsichtsbefugnis ausgestattet obere Amtsträger, die insbesondere im kirchlichen und geistlichen Bereich eingesetzt werden. 1722 wurde die jetzige Kirche nach dem Vorbild der alten St. Pauli-Kirche in der Bremer Neustadt als Saalkirche errichtet. In einer Saalkirche kann durch die Architektur – hier ein Tonnengewölbe – im Innenraum auf Pfeiler oder Säulen verzichtet werden, so dass der Blick auf den Altar nicht einschränkt ist. Beide abgebildeten Wappen befinden sich tatsächlich mehrere Meter voneinander entfernt und wurden für die Darstellung in diesem Kalender kunstvoll digital montiert.
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April 2018: Detail des Tores zum Friedehorst-Park
Foto: Hesse

Der heutige Friedehorstpark (auch Lehnhofpark) hat seinen Ursprung in der 1857 vermutlich von Wilhelm Benque um das Landgut Lehnhof des Generalkonsuls, Bankiers und Senators Johannes Theodor Lürmann (1816-1889) angelegten Parkanlage. Nach dessen Sohn August Lürmann war Oscar Rothe (1855 – 1938), ab 1904 Eigentümer des Anwesens. Er ließ den kaum zwanzig Jahre alten „Lehnhof“ abreißen und errichtete an gleicher Stelle im Park ein neobarockes Schloss (ca. 1933 ebenfalls abgerissen). Aus dieser Rotheschen Phase dürfte auch das heute stark instandsetzungsbedürftige ursprüngliche Haupttor stammen. Es befindet sich am Holthorster Weg, nördlich der Einmündung der Louis-Seegelken-Straße.

Auf dem Gelände des Friedehorstparks, der sich im Eigentum der Bremischen Evangelischen Kirche befindet, ist die höchste natürliche Erhebung des Landes Bremen gelegen. Da sie kaum höher als das umgebende Gelände ist, ist sie mit bloßem Auge allerdings kaum wahrnehmbar.
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Mai 2018: Grundstein der 1892/93 erbauten Lesum-Brücke
Foto: Dohr

Auf der neu angelegten Grünfläche südlich der Lesum (Grambkermoorer Seite) ist heute der Brückenstein der 1892/93 gemeinsam von Bremen und Preußen errichteten, in den letzten Kriegstagen gesprengten imposanten ersten eisernen Lesumbrücke aufgestellt. Sie ersetzte die letzte hölzerne Brücke aus dem Jahr 1822, die noch eine mit einem Joch aufzuziehende Klappe besaß, um Schiffe oder Torfkähne passieren zu lassen.

Die Buchstaben „WC“ dürften für den verantwortlichen Bremer Regierungsbaumeister Wilhelm Clausen (1843-1896) stehen – Großvater mütterlicherseits des späteren Bundespräsidenten Karl Carstens.
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Juni 2018: Schmiedeeiserne Blüte am Zaun (An der Lesumer Kirche)
Foto: Hesse

Dieses hübsche Detail nimmt nur der ganz aufmerksame Spaziergänger wahr: Die schmiedeeiserne Blüte im Eingangsbereich des Hauses Stoess (An der Lesumer Kirche ) hat einen Durchmesser von nur etwa acht Zentimetern.
Der Zaun ist in den 1980er Jahren in der traditionsreichen Schmiede Pohlers an der Hindenburgstraße hergestellt worden. Das im Jugendstil gehaltene, von Dr. Ludwig Stoess (1878 -1948) erbaute, bis heute im Familieneigentum befindliche Haus mit Baujahr 1903 ist ebenfalls ein Blickfang.
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Juli 2018: Schild „Krug zur Fähre“ in Lesumbrok
Foto: Dohr

Das Schild erinnert uns an das Traditionslokal „Murkens Krug zur Fähre“ an der Lesumbroker Landstraße und insbesondere an den von Familie Murken über viele Generationen mit einem hölzernen Kahn betriebenen Fährbetrieb über die Lesum. Dieser Dienst wurde zum Bedauern vieler Anwohner und Ausflügler in den 1990er
Jahren endgültig eingestellt. Im Lokal, das 1855 erstmals öffnete, wurden in früheren Zeiten Besatzungen von Walfangschiffen angeworben. Es brannte 1967 aus, wurde aber schon im Folgejahr neu errichtet.
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August 2018: Engelsfigur am Haupttor zum Lesumer Friedhof
Foto: Hesse

Die nur bei genauer Betrachtung als solche zu erkennende Engelsfigur ist eine von insgesamt sechs gleichartigen Figuren, die die Klinken der Pforten des Hauptzugangs zum neuen Lesumer Friedhof schmücken. Die Tore – darauf deuten die auf ihnen thronenden vergoldeten Initialen „LK“ hin, stehen in engem Zusammenhang mit Baron Knoop und dem 1933 abgebrochenen Schloss Mühlenthal in St. Magnus: Ludwig Knoop soll die Tore, die den Eingangstoren zum parkähnlichen Garten seines eigenen Schlosses stark ähnelten, zur Einweihung des Friedhofs im Jahr 1882 gestiftet haben.
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September 2018: Torsäule Haus Marßel
Foto: Hesse

Das Foto zeigt eine der beiden Torabgrenzungen an der Einfahrt zum Haus Marßel in der Straße Marßel in Burgdamm. Eine Torsäule zeigt die Buchstaben MP und die Jahreszahl 1866, die andere CP 1866. Dort wohnte Johann Christoph Pellens mit seiner Frau Krönke Maria, geb. Pundt, die er 1843 heiratete. Aus dieser Ehe ging Johannes Pellens (1853 - 1930) hervor, der seiner Frau Alma oberhalb seines Elternhauses 1893 die „Villa Marßel“ bauen ließ.

Johannes Pellens gehörte dem Burgdammer Gemeinderat an und schenkte 1927 der Gemeinde ein großes Grundstück als öffentlichen Park und Erholungsplatz.
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Oktober 2018: Giebel-Segelschiff in Burgdamm
Foto:Kück

Außergewöhnliches handwerkliches Geschick, gepaart mit einer Leidenschaft für Segelschiffe, drückt sich in diesem, vom damaligen Hauseigentümer Fritz Düker aus Blech gearbeiteten prächtigen Zweimaster am Giebel des Hauses Burgdammer Postweg 39 aus.
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November 2018: Detail des Tors zum Haus Lichtenegg
Foto: Hesse

Jedem, der regelmäßig den Admiral-Brommy-Weg entlangspaziert oder -radelt wird mit Sicherheit schon dieses prägnante Tor mit stilisierten Palmwedeln aufgefallen sein, das einladend und abweisend zugleich erscheint. Es gehört zum oberhalb des Weges gelegenen Haus Lichtenegg (Haus Reebeck).Erster Eigentümer des 1848 erbauten denkmalgeschützten Gebäudes mit der rosarot gestrichenen Fassade war der Zigarrenfabrikant August Ferdinand Dreier (1808-1895). Er gilt als erster Bremer Kaufmann, der sich am Steilufer der Lesum einen Landsitz errichten ließ.
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Dezember 2018: Engel auf einem Grabstein des Lesumer Friedhofs
Foto: Ostendorff

Engel zieren viele der älteren, aus Sandstein gearbeiteten Grabmale der Region. Dieser Engel auf dem Familiengrab von J. Heumann aus Stendorf (1819 - 1886), das zu den ältesten auf dem neuen Lesumer Friedhof gehört, ist uns wegen seiner besonders ausdruckstarken Gesichtszüge aufgefallen.
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